Ratgeber
Pentest-Anbieter auswählen: woran Sie einen guten Dienstleister erkennen
Einen guten Pentest-Anbieter erkennen Sie daran, dass er vor jedem Angebot den Umfang mit Ihnen klärt, manuell prüft statt nur einen Scanner laufen zu lassen, jeden Befund mit einem nachvollziehbaren Nachweis belegt, einen Nachtest anbietet und vor Beginn eine schriftliche Beauftragung verlangt. Zertifikate und Standards helfen bei der Einordnung, ersetzen aber nicht den Blick auf einen Beispielbericht und die Antworten im Erstgespräch. Dieser Ratgeber gibt Ihnen dafür eine Checkliste, die typischen Warnsignale, zehn Fragen für das Erstgespräch und die Bestandteile eines vollständigen Angebots.
- Ein Penetrationstest belegt, was sich tatsächlich ausnutzen lässt. Ein automatischer Scan liefert eine Liste möglicher Schwächen. Beides hat seinen Platz, aber es ist nicht dasselbe Produkt.
- Das wichtigste Qualitätsmerkmal ist der Nachweis je Befund: nachvollziehbar, reproduzierbar, mit Korrekturvorschlag.
- Ohne Scope-Gespräch gibt es kein seriöses Angebot. Wer einen Festpreis nennt, ohne Ihr System zu kennen, rät.
- Zertifizierungen wie die des BSI für IS-Penetrationstests sind ein nachprüfbares Merkmal. Ob Sie eines brauchen, hängt von Ihren eigenen Vorgaben und denen Ihrer Kunden ab.
- Fragen Sie nach einem anonymisierten Beispielbericht. Er zeigt mehr als jede Leistungsbeschreibung.
Pentest oder Scan?
Was ein Penetrationstest leisten muss.
Zum AbschnittAuswahlkriterien
Zehn Punkte als Checkliste.
Zum AbschnittZertifizierungen
Was sie aussagen und was nicht.
Zum AbschnittWarnsignale
Woran Sie ein schwaches Angebot erkennen.
Zum Abschnitt10 Fragen
Für das Erstgespräch mit einem Anbieter.
Zum AbschnittDas Angebot
Was drinstehen sollte.
Zum AbschnittWas ein Penetrationstest leisten muss
Bevor Sie Anbieter vergleichen, lohnt ein Blick darauf, was Sie eigentlich einkaufen. Unter dem Wort „Pentest“ werden sehr unterschiedliche Leistungen verkauft, vom automatischen Scan mit Logo auf dem Deckblatt bis zur tiefen manuellen Prüfung einer Anwendung.
Ein automatischer Schwachstellenscan sucht nach bekannten Mustern: veraltete Software, fehlende Sicherheits-Header, offene Dienste. Das ist nützlich und schnell, liefert aber eine Liste möglicher Schwächen, oft mit Fehlalarmen. Ein Penetrationstest geht weiter. Er prüft, ob sich Schwächen tatsächlich ausnutzen lassen, verbindet einzelne Funde zu Angriffsketten und sucht gezielt dort, wo ein Scanner blind ist: in der Logik Ihrer Anwendung, in Rollen und Berechtigungen, in Abläufen wie Registrierung, Passwort-Reset oder Bezahlung. Ob ein Nutzer die Rechnungen eines anderen Kunden abrufen kann, erkennt kein Scanner, weil technisch alles korrekt aussieht.
Wie sich beide Ansätze genau unterscheiden und wann eine Schwachstellenanalyse als Einstieg reicht, haben wir in Schwachstellenanalyse: was sie ist und wann Sie eine brauchen beschrieben. Den Ablauf eines Tests in Phasen, die Dauer und die Faktoren hinter den Kosten finden Sie in Penetrationstest: Ablauf, Dauer und was ihn kostet. Dieser Ratgeber setzt einen Schritt früher an: bei der Frage, wem Sie den Auftrag geben.
Die Auswahlkriterien als Checkliste
Die folgenden zehn Kriterien trennen belastbare Anbieter von solchen, die vor allem Berichte produzieren. Kein einzelnes Kriterium entscheidet allein. Zusammen ergeben sie ein klares Bild.
1. Es gibt ein echtes Scope-Gespräch
Ein guter Anbieter will vor dem Angebot wissen, was geprüft werden soll: welche Anwendungen, Schnittstellen und Umgebungen, welche Rollen, welche Daten besonders schutzwürdig sind und was ausdrücklich nicht getestet werden darf. Er fragt nach Ihrem Anlass, etwa einer Kundenanforderung, einem Release oder einer Vorgabe aus einem Audit, weil der Anlass bestimmt, worauf der Test zielt. Bleiben diese Fragen aus, ist das Angebot zwangsläufig geschätzt.
2. Manuelle Prüfung ist der Kern, nicht die Beigabe
Werkzeuge gehören zu jedem Test. Entscheidend ist, welcher Anteil der Arbeit manuell geschieht. Fragen Sie konkret, welche Teile automatisiert laufen und welche ein Mensch prüft, insbesondere Berechtigungen, Geschäftslogik und die Verkettung von Funden. Eine ehrliche Antwort darauf ist ein gutes Zeichen, auch wenn sie nicht „alles manuell“ lautet.
3. Jeder Befund kommt mit einem Nachweis
Ein Befund sollte so beschrieben sein, dass Ihr Entwicklungsteam ihn nachstellen kann: betroffene Stelle, Schritte zur Reproduktion, beobachtete Wirkung, Einstufung der Schwere und ein konkreter Korrekturvorschlag. Ohne Nachweis bleibt ein Befund eine Behauptung, und Ihr Team verbringt Zeit damit, Fehlalarme von echten Lücken zu trennen. Für die Einstufung der Schwere ist ein nachvollziehbares Schema wie das Common Vulnerability Scoring System (CVSS) üblich, ergänzt um die Bewertung im Kontext Ihres Systems.
4. Ein Nachtest ist vorgesehen
Erst der Nachtest belegt, dass eine Korrektur wirkt. Klären Sie vorab, ob ein Nachtest der behobenen Befunde im Angebot enthalten ist, in welchem Zeitraum er stattfinden kann und ob das Ergebnis im Bericht dokumentiert wird. Gerade wenn Sie den Bericht an Kunden oder Prüfer weitergeben, ist der dokumentierte Stand nach der Behebung oft wichtiger als die ursprüngliche Liste.
5. Der Bericht taugt für zwei Leser
Ein guter Bericht hat eine Management-Zusammenfassung, die ohne Fachwissen verständlich ist, und einen technischen Teil, mit dem Entwickler arbeiten können. Dazu gehören der geprüfte Umfang, der Zeitraum, die eingesetzte Methodik, ausdrücklich nicht Geprüftes und die Einschränkungen des Tests. Lassen Sie sich einen anonymisierten Beispielbericht zeigen. Er sagt mehr über die Qualität eines Anbieters als jede Leistungsbeschreibung.
6. Methodik und Standards sind benannt
Ein Anbieter sollte erklären können, nach welcher Methodik er vorgeht. Verbreitete öffentliche Referenzen sind der OWASP Web Security Testing Guide (WSTG) für Webanwendungen, dessen aktuelle stabile Fassung 4.2 ist und der Leitfaden NIST SP 800-115 zu technischen Sicherheitsprüfungen. Für den deutschen Kontext hat das BSI einen Praxis-Leitfaden für IS-Penetrationstests veröffentlicht, der sich ausdrücklich auch an Auftraggeber richtet. Wichtig ist nicht, dass ein Standard auf dem Angebot steht, sondern dass der Anbieter zeigen kann, wie er ihn in Ihrem Projekt anwendet.
7. Vertraulichkeit und Umgang mit Ihren Daten sind geregelt
Ein Pentest-Anbieter sieht Schwachstellen, bevor sie behoben sind, und kommt je nach Umfang mit Zugangsdaten und personenbezogenen Daten in Berührung. Klären Sie vor Beginn eine Vertraulichkeitsvereinbarung, wie Zugangsdaten übergeben und nach dem Test gelöscht werden, wo Testdaten und Berichte gespeichert werden, wer im Team Zugriff hat und ob Unterauftragnehmer eingesetzt werden. Werden dabei personenbezogene Daten verarbeitet, kann zusätzlich ein Vertrag zur Auftragsverarbeitung nötig sein.
8. Haftung und Versicherung sind angesprochen
Auch ein sorgfältiger Test kann eine Störung auslösen, etwa wenn eine Anwendung auf ungewöhnliche Eingaben empfindlich reagiert. Fragen Sie, ob der Anbieter eine Haftpflichtversicherung hat, die seine Prüftätigkeit abdeckt, wie die Haftung im Vertrag geregelt ist und wie er Risiken für den laufenden Betrieb begrenzt, zum Beispiel durch Tests in einer Staging-Umgebung oder abgestimmte Zeitfenster.
9. Erfahrung mit Ihrem Technologie-Stack
Eine Single-Page-Anwendung mit API, eine mandantenfähige SaaS-Plattform, eine mobile App, eine Cloud-Umgebung oder ein KI-Agent mit Werkzeugzugriff verlangen jeweils eigenes Wissen. Fragen Sie, mit welchen vergleichbaren Systemen das Team gearbeitet hat, ohne Kundennamen zu verlangen, und wer konkret Ihren Test durchführt. Eine allgemeine Antwort wie „wir testen alles“ ist weniger aussagekräftig als eine konkrete Beschreibung typischer Befunde in Ihrer Art von System.
10. Schriftliche Beauftragung und Freigabe vor dem ersten Test
Ein seriöser Anbieter beginnt erst, wenn Umfang, Zeitraum, Testkonten, Ansprechpartner und Grenzen schriftlich vereinbart sind und der Berechtigte die Prüfung freigegeben hat. Das schützt beide Seiten: Das Strafrecht stellt den unbefugten Zugang zu besonders gesicherten Daten unter Strafe (§ 202a StGB). Achten Sie darauf, ob Systeme Dritter betroffen sind, etwa bei Hostern oder Cloud-Anbietern. Große Cloud-Anbieter veröffentlichen eigene Regeln für Sicherheitstests auf ihrer Plattform, zum Beispiel AWS und Microsoft, und schließen darin unter anderem Denial-of-Service-Tests aus. Ein guter Anbieter spricht das von sich aus an. Dieser Abschnitt ist eine sachliche Einordnung und keine Rechtsberatung.
Die Checkliste zum Abhaken
| Kriterium | Woran Sie es erkennen |
|---|---|
| Scope-Gespräch | Fragen nach Systemen, Rollen, Anlass und Grenzen, bevor ein Angebot kommt |
| Manuelle Prüfung | Klare Aussage, was automatisiert läuft und was ein Mensch prüft |
| Nachweis je Befund | Reproduktionsschritte, beobachtete Wirkung, Einstufung, Korrekturvorschlag |
| Nachtest | Im Angebot enthalten oder klar beschrieben, Ergebnis im Bericht dokumentiert |
| Berichtsqualität | Anonymisierter Beispielbericht mit Management- und Technikteil |
| Methodik | Benannte Standards und eine Erklärung, wie sie angewendet werden |
| Vertraulichkeit | Vertraulichkeitsvereinbarung, Umgang mit Zugangsdaten und Testdaten geregelt |
| Versicherung | Haftpflicht für die Prüftätigkeit, Haftung im Vertrag geregelt |
| Stack-Erfahrung | Konkrete Beispiele für vergleichbare Systeme, benannte Tester |
| Autorisierung | Schriftliche Beauftragung und Freigabe vor dem ersten Test, Dritte geklärt |
Zertifizierungen sachlich einordnen
Zertifikate sind ein nachprüfbares Merkmal, und es lohnt sich zu wissen, was sie jeweils aussagen.
- Zertifizierung von Unternehmen durch das BSI. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik zertifiziert IT-Sicherheitsdienstleister auf Antrag in mehreren Geltungsbereichen, darunter „IS-Penetrationstest“. Das BSI veröffentlicht eine Liste der zertifizierten Dienstleister mit Gültigkeitsdatum, sodass Sie eine Angabe selbst prüfen können.
- Fachkunde einzelner Tester. Für Personen hat das BSI seine frühere Personenzertifizierung als IS-Penetrationstester eingestellt und prüft die Fachkunde stattdessen in einer Kompetenzfeststellung über externe, praxisorientierte Fachzertifikate. Die dort anerkannten Zertifikate geben Ihnen einen Anhaltspunkt, welche Nachweise für praktische Prüfkompetenz verbreitet sind.
- Managementsystem-Zertifikate. Ein ISO-27001-Zertifikat eines Anbieters sagt etwas über dessen eigenes Informationssicherheitsmanagement aus, nicht über die Qualität seiner Penetrationstests.
Ob Sie einen zertifizierten Dienstleister brauchen, hängt von Ihrer Situation ab. Schreibt eine Ausschreibung, ein Kunde oder eine interne Richtlinie eine bestimmte Zertifizierung vor, ist das Kriterium gesetzt. Ist das nicht der Fall, bewerten Sie Anbieter zusätzlich an den Kriterien oben, vor allem am Beispielbericht und an den Antworten im Erstgespräch. Zur Einordnung: CyberSec42 ist eine unabhängige technische Sicherheitsprüfung und keine vom BSI zertifizierte Stelle.
Warnsignale
| Warnsignal | Warum es problematisch ist |
|---|---|
| Festpreis ohne Scope | Der Aufwand hängt am Umfang. Ein Preis ohne Blick auf das System führt zu einer flachen Prüfung oder zu Nachforderungen. |
| Bericht ist ein Tool-Export | Rohe Scanner-Ausgaben mit Deckblatt enthalten Fehlalarme, keine Verkettung und keine Bewertung im Kontext Ihres Systems. |
| Keine Nachweise | Befunde ohne Reproduktionsschritte lassen sich weder prüfen noch gezielt beheben. |
| Kein Beispielbericht | Wer nicht zeigen kann, wie ein Ergebnis aussieht, lässt Sie die Qualität erst nach der Bezahlung sehen. |
| Start ohne schriftliche Freigabe | Fehlende Autorisierung ist ein rechtliches Risiko für beide Seiten und ein Hinweis auf fehlende Sorgfalt. |
| Versprechen wie „100 Prozent sicher“ | Ein Test prüft einen festgelegten Umfang in einem festgelegten Zeitraum. Ein sauberes Ergebnis heißt: kein Befund im Geprüften, nicht: keine Lücken. |
| Unklar, wer testet | Wenn niemand sagen kann, wer Ihren Test durchführt, können Sie dessen Erfahrung nicht einschätzen. |
10 Fragen für das Erstgespräch
Diese Fragen können Sie jedem Anbieter in derselben Form stellen. Die Antworten lassen sich danach gut nebeneinanderlegen.
- Welche Informationen brauchen Sie von uns, um den Umfang festzulegen?
- Welche Teile des Tests laufen automatisiert, welche prüfen Sie manuell?
- Wie sieht ein Befund in Ihrem Bericht aus? Können Sie uns einen anonymisierten Beispielbericht zeigen?
- Nach welcher Methodik und welchen Standards gehen Sie vor, und wie wenden Sie sie bei uns an?
- Ist ein Nachtest enthalten, in welchem Zeitraum, und wird das Ergebnis dokumentiert?
- Wer führt den Test konkret durch, und welche Erfahrung hat diese Person mit Systemen wie unserem?
- Wie gehen Sie mit Zugangsdaten, Testdaten und dem Bericht um, und wann werden sie gelöscht?
- Wie begrenzen Sie Risiken für unseren laufenden Betrieb, und wen informieren Sie, wenn etwas auffällt?
- Was passiert, wenn Sie während des Tests eine kritische Lücke finden: warten Sie bis zum Bericht oder melden Sie sofort?
- Welche schriftlichen Vereinbarungen brauchen Sie vor dem Start, und wie klären wir Systeme Dritter wie Hoster oder Cloud-Anbieter?
Was ein Angebot enthalten sollte
Ein vollständiges Angebot macht Anbieter vergleichbar. Fehlt einer der folgenden Punkte, fragen Sie nach, bevor Sie Preise nebeneinanderlegen.
| Bestandteil | Inhalt |
|---|---|
| Umfang | Konkrete Systeme, URLs, Schnittstellen, Umgebungen und Rollen, dazu ausdrücklich Ausgeschlossenes |
| Vorgehen | Prüfansatz (zum Beispiel mit oder ohne Zugangsdaten und Quellcode), Methodik, Anteil manueller Prüfung |
| Zeitplan | Testzeitraum, Zeitfenster, Termin für Bericht und Abschlussgespräch |
| Ergebnis | Aufbau des Berichts, Nachweis je Befund, Einstufung der Schwere, Korrekturvorschläge |
| Nachtest | Ob enthalten, in welchem Zeitraum, wie dokumentiert |
| Kommunikation | Ansprechpartner auf beiden Seiten, Meldeweg für kritische Funde während des Tests |
| Voraussetzungen | Testkonten, Freigaben, Zugang zur Testumgebung, Abstimmung mit Hoster oder Cloud-Anbieter |
| Rahmen | Vertraulichkeit, Umgang mit Daten, Haftung, gegebenenfalls Auftragsverarbeitung |
| Aufwand | Aufwand und Preis, nachvollziehbar aus dem Umfang abgeleitet |
Damit Sie schnell zu vergleichbaren Angeboten kommen, hilft es, vorab ein paar Punkte zu sammeln: was getestet werden soll, warum gerade jetzt, wer die Anwendung nutzt und mit welchen Rollen, ob es eine Testumgebung gibt und bis wann Sie das Ergebnis brauchen.
Wobei CyberSec42 Sie unterstützt
Wir führen Penetrationstests für Webanwendungen, Schnittstellen, SaaS-Plattformen und KI-Anwendungen im schriftlich vereinbarten Umfang durch. Am Anfang steht ein Scope-Gespräch, in dem wir mit Ihnen klären, was geprüft werden soll und welcher Umfang zu Ihrem Anlass passt. Jeder gemeldete Befund kommt mit einem ausgeführten Nachweis und einem Korrekturvorschlag. Was sich nicht belegen lässt, verwerfen wir, statt die Liste zu füllen. Nach Ihren Korrekturen prüfen wir die behobenen Befunde im Nachtest erneut. Mehr dazu auf der Seite Penetrationstest und für SaaS-Anbieter unter SaaS-Penetrationstest.
Welcher Umfang passt zu Ihrem System?
Im Pentest-Scoping-Gespräch klären wir gemeinsam, welche Systeme, Rollen und Schnittstellen in den Test gehören, was ausdrücklich ausgeschlossen bleibt und welche Voraussetzungen vor dem Start erfüllt sein müssen. Danach erhalten Sie ein individuelles Angebot auf Basis des geklärten Umfangs.
Pentest-Scoping anfragenCyberSec42 ist eine unabhängige technische Sicherheitsprüfung, keine akkreditierte Zertifizierungsstelle und keine Rechtsberatung. Tests finden ausschließlich nach schriftlicher Beauftragung im vereinbarten Umfang statt.
Häufige Fragen
Woran erkenne ich einen guten Pentest-Anbieter?
An einem echten Scope-Gespräch vor dem Angebot, einem hohen Anteil manueller Prüfung, einem Nachweis je Befund, einem vorgesehenen Nachtest, einem verständlichen Beispielbericht und daran, dass vor Beginn eine schriftliche Beauftragung verlangt wird.
Muss ein Pentest-Anbieter vom BSI zertifiziert sein?
Das hängt von Ihren Vorgaben ab. Das BSI zertifiziert IT-Sicherheitsdienstleister auf Antrag unter anderem im Geltungsbereich IS-Penetrationstest. Schreibt eine Ausschreibung, ein Kunde oder eine interne Richtlinie das vor, ist es ein Muss. Andernfalls ist es ein Merkmal unter mehreren, das Sie neben Berichtsqualität und Vorgehen bewerten.
Was ist der Unterschied zwischen einem Pentest und einem Schwachstellenscan?
Ein Scan sucht automatisiert nach bekannten Mustern und liefert eine Liste möglicher Schwächen. Ein Penetrationstest prüft, ob sich Schwächen tatsächlich ausnutzen und verketten lassen, und deckt auch Fehler in Logik und Berechtigungen auf, die ein Scanner nicht erkennt.
Warum nennen seriöse Anbieter keinen Festpreis vorab?
Weil der Aufwand vom Umfang abhängt: von der Größe der Anwendung, der Zahl der Rollen, der Prüftiefe und davon, ob ein Nachtest enthalten ist. Ein Preis ohne Kenntnis des Systems ist geschätzt und führt entweder zu einer flachen Prüfung oder zu Nachforderungen.
Welche Unterlagen sollte ich vor dem Test unterschreiben?
Üblich sind eine schriftliche Beauftragung mit Umfang, Zeitraum und Grenzen, eine Freigabe durch den Berechtigten, eine Vertraulichkeitsvereinbarung und, wenn personenbezogene Daten verarbeitet werden, gegebenenfalls ein Vertrag zur Auftragsverarbeitung. Für Ihren Einzelfall klären Sie die Details mit Ihrer Rechtsberatung.
Wie viele Angebote sollte ich einholen?
Eine feste Zahl gibt es nicht. Wichtiger ist, dass alle Anbieter denselben Umfang angeboten haben und Sie dieselben Fragen gestellt haben. Erst dann sind Preise und Leistungen vergleichbar.
Weiterlesen
- Penetrationstest: Ablauf, Dauer und was ihn kostet
- Schwachstellenanalyse: was sie ist und wann Sie eine brauchen
- NIS2 in der Lieferkette: was Kunden jetzt von Zulieferern und Dienstleistern verlangen
- Leistung: Penetrationstest mit verifizierten Befunden
Quellen
- BSI: Anerkennung von Stellen und Zertifizierung IT-Sicherheitsdienstleister
- BSI: Liste zertifizierter IT-Sicherheitsdienstleister in den Geltungsbereichen IS-Revision und IS-Penetrationstests
- BSI: Penetrationstester, Kompetenzfeststellung
- BSI: IS-Penetrationstest und IS-Webcheck, Praxis-Leitfaden
- OWASP: Web Security Testing Guide
- NIST SP 800-115: Technical Guide to Information Security Testing and Assessment
- FIRST: Common Vulnerability Scoring System
- § 202a StGB: Ausspähen von Daten
- AWS: Penetration Testing Policy
- Microsoft: Penetration Testing Rules of Engagement